chaos bsd
Disturbia // Biotopia

So, lang war Stille. Ich könnte noch immer schweigen, nur ist mir gerade wirklich langweilig. Und ich habe in den letzten Tagen immerhin 3 halbwegs brauchbare Schriftstücke abgeliefert, vielleicht geht es ja wieder.

Noch immer im Tief, ich weiß garnicht, seit wann das anhält. September? Oktober? Keine Ahnung. Ich bin jedenfalls noch nicht wieder ganz oben. Die Uni leidet darunter. Ich war in den letzten 2 Wochen zweimal da, zu meiner Pflichtveranstaltung. Nächste Woche die erste Prüfung, noch habe ich wenig getan. Und ich merke, wie mein Körper wieder rumspinnt. Eigentlich dachte ich, das wäre vorbei. Vermutlich ist das beim letzten Mal einfach in dem Depri-Wust untergegangen.

Ich bin wieder zurückgefallen, gehe kaum raus. Der Unterschied ist, dass mein Liebster an mir klebt. Als würde er sich noch viel mehr Sorgen machen als früher schon. Dabei gibt es doch helle Punkte in meiner Zukunft, Momente, auf die ich mich freue, da ist die Sorge doch relativ unnötig. Wir heiraten in einigen Monaten. Heiraten. Etwas, was ich nie nie nie nie niemals tun wollte. Aber ich war auch schon lesbisch. Oder wollte ins Kloster. Ich habs nicht mit Vorsätzen oder Plänen ^^"" Aber ihn möchte ich heiraten.

Lustigerweise dachte ich mir schon sowas. Es gab schon am Anfang der Beziehung Momente, wo ich mit dem Gedanken spielte. Aber sowas nimmt man selten ernst. Doch mittlerweile ist es so. Es fühlt sich so richtig an. Und selbst wenn es schiefgehen sollte ist es eben so. Ich verstehe nicht, warum man über alles immer so lange nachdenken muss. Im Leben ändern sich so oft Dinge, ständig kommen neue Faktoren dazu oder ändern mal spontan ihre Werte... warum sollen wir uns da die Mühe machen und eine Zukunft planen, die morgen schon nicht mehr da sein kann? Ich liebe ihn, ich möchte ihn, möchte mit ihm durch mein Leben gehen. Möchte nicht warten, bis ich mit dem Studium durch bin. Möchte keine Sekunde mit ihm verlieren. Möchte meine Zeit genießen, unsere Zeit genießen. Und ihn lieber heute heiraten als morgen. Mein Biotop teilen.

 

[Ein jeder trägt sein Biotop mit sich herum
In das er sich zum Schutz so wie in einen Mantel hüllt
In meinem Garten höre ich ein Singen und es klingt
Als sei die Luft von Nachtigallenklang erfüllt

Die Moleküle zwischen uns sind Galaxien
Unüberwindlich weshalb Unverbindlichkeit regiert
Weshalb, wie heiß wir auch für kurze Zeit erglüh’n
Ein jeder in der Schale seines Seins einsam erfriert

Wir können uns sehen und hören die Stimmen
Ein jeder ein Eiland im endlosen Meer
Verlernten zu fliegen und können nicht schwimmen
Die Flügel zerstochen, mit Stacheln bewehrt

Bin ein Paria
Hab den höchsten Berg erklommen in
Biotopia
Erwarte das Morgenrot, den Hoffnungsschimmer
Doch Jahr um Jahr
Herzlich Willkommen in
Biotopia
Noch halte ich Ausschau und warte noch immer
...auf dich ~ ASP, Biotopia

 Ich hab ihn gefunden, muss nicht mehr warten. Und bin dankbar. Sehr dankbar.]

 

Und jetzt geh ich mir diesen Romantikkrims abschaben... *schüttel*

18.11.08 02:01


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